Das Heldenprinzip® steht in einer langen Tradition von Informations- und Wissensverarbeitungsprozessen. Es macht sich die Ergebnisse von kultur- und geisteswissenschaftlichen Forschungen zu eigen:
Zu allen Zeiten und in allen Kulturen machen Menschen Erfahrungen mit herausfordernden Veränderungen. Ihre Einsichten geben sie von Generation zu Generation in den Medien ihrer Zeit weiter. Früher in mündlichen Erzählungen, Mythen und Kunstwerken; heute gedruckt, gefilmt oder digital. Obwohl ihre Wege der Veränderung so vielfältig sind, ähneln sie sich in ihrer Grundstruktur. Sie zeigen, wie sich Gruppen oder einzelne Personen vom Vertrauten ins Ungewisse wagen, was ihnen auf diesem Weg widerfährt und wie sie beherzt diesen Prozess meistern.
Mythen verdichten kollektive Einsichten in Bildwelten und Symbolen. Heldenmythen speziell geben die archetypische Schrittfolge von Wachstum, Reifung und Transformation wieder. Der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell deckte in seinem Werk „Der Held in tausend Gestalten" dieses universelle Entwicklungsmuster auf. Aus den weltweiten Narrationen filterte er den „Monomythos" oder „Heros Journey" heraus.
Die Erkenntnisse dieser Universalität (Struktur des Monomythos) werden auf verschiedenen Gebieten genutzt: Managementexperten wie John P. Kotter (Pinguinprinzip) und Claus O. Scharmer (Theorie U) nehmen Bezug darauf. Paul Rebillot schuf sein Seminar zur kreativen Selbsterfahrung „Heldenreise". Christopher Vogler leitete sein Lehrbuch für erfolgreiche Drehbücher „Die Odyssee des Drehbuchschreibers" ab. Robert B. Dilts und Stephen Gilligan nutzen diese Grundstruktur für ein generatives Coaching.
Das Heldenprinzip® ist das Ergebnis der Aufarbeitung des Monomythos für die
gegenwärtige Veränderungsarbeit in Organisationen und Unternehmen. Es adaptiert das
mythologische Grundmuster für die Personal- und Organisationsentwicklung. Campbell schälte
anhand vielfältiger Mythen den Mythos des Helden heraus; mit dem Heldenprinzip® wird
diese Struktur von der Kunst (Märchen / Mythen / Geschichten) zurück in die Realität übertragen
(Menschen / Organisationen / Teams).
- Implizites Wissen nutzbar zu machen
- Interkulturelle Prozesse zu steuern
- Das Bewährte in das Zukünftige einzubringen



